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PU-Schaum und Gesundheit

PU-Schaum ist ein technisch-chemisches Produkt, das zahlreiche Vorteile hat. Es überzeugt durch seine gute Dämmeigenschaften und seine einfache Verarbeitung. Um das Produkt sicher zu verwenden, sollte man wie bei allen chemischen Produkten bei der Handhabung die allgemeinen Arbeitsschutzvorschriften beachten. Das heißt: für gute Belüftung sorgen, eine Schutzbrille und Handschuhe tragen.

Atemwege und Hautkontakt

Den meisten Einfluss auf die gesundheitliche Betrachtung von Bauschaum hat der Inhaltsstoff Isocyanat (MDI). Freies Isocyanat kann, wenn es in Konzentrationen über dem Arbeitsplatzgrenzwert eingeatmet wird, Reizungen der Atemwege verursachen. Beim normalen Gebrauch einer PU-Schaumdose wird der Arbeitsplatzgrenzwert in der Regel nicht überschritten. Trotzdem empfiehlt es sich, bei der Arbeit mit PU-Schaum für eine gute Belüftung zu sorgen, denn empfindliche Personen können manchmal schon auf sehr geringe Mengen von MDI hypersensibel reagieren.

Kommt das flüssige Polyurethan mit den Augen in Kontakt, kann das leichte bis mäßige Reizungen und Hornhautverletzungen verursachen, die aber reversibel sind. Davor schützt man sich am besten mit einer Schutzbrille.

Gleiches gilt für den Hautkontakt. Polyurethan kann, solange es noch nicht ausgehärtet ist, die Haut reizen. Außerdem klebt der Schaum stark und ist deswegen nicht so leicht von der Haut zu entfernen. Davor schützt man sich am besten, indem man bei der Arbeit mit PU-Schaum Handschuhe und Kleidung, die die Haut vollständig bedeckt, trägt.

Emissionen

Inwieweit bei Parkettklebern, Farben, Lacken, Schutzbehandlungen für Polsterbezüge oder eben Dämmstoffen wie PU-Schaum mit Ausdünstungen, gerechnet werden muss, bewertet das wettbewerbsneutrale Klassifizierungssystem EMICODE. Das System kennt drei Qualitätsstufen: EC1plus (= sehr emissionsarm), EC1 (= sehr emissionsarm) und EC2 (=emissionsarm). Ursprünglich wurde der EMICODE für Kleb- und Dichtstoffe entwickelt, die großflächig eingesetzt werden, zum Beispiel für Parkettkleber. Seit einigen Jahren können auch Dichtstoffe nach den strengen EMICODE-Richtlinien getestet werden, die in vergleichsweise sehr geringen Mengen eingesetzt werden, etwa PU-Schaum. PU-Schäume, die sich den Test unterworfen haben, wurden als sehr emissionsarm eingestuft und erhielten die Auszeichnung EC1plus (= sehr emissionsarm).

Einstufung als R 40 nach GHS

Nach dem globalen harmonisierten Systems zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS)  der Europäischen Union muss PU-Schaum mit dem R40 Satz gekennzeichnet werden. R40 gibt an, dass ein Produkt möglicherweise eine krebserzeugende Wirkung haben kann.  Diese Vermutung geht auf einen Tierversuch zurück, der Anfang des Jahrtausends durchgeführt wurde. Dabei wurden Tiere für zwei Jahre einem lungengängigen Aerosol von polymeren MDI ausgesetzt. Für den Versuchsaufbau wurde MDI so umgewandelt, dass es über längere Zeit einzuatmen ist. Ein solches einatembares Stoffgemisch kommt bei einer üblichen Anwendung von PU-Schaum jedoch gar nicht vor.

Eine kurze Zusammenfassung der Studienergebnisse finden Sie auf dem Sicherheitsdatenblatt der ISOPA.

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