Schaumarten, Zargenschaum, Innentüren

Zargenschaum – der Spezialist für Innentüren

Türen sollen über Jahre hinweg die Stöße des Lebens auffangen ohne zu wackeln. Für die Befestigung von Türzargen, wie Türrahmen im Fachjargon heißen, gibt es deswegen speziellen Zargenschaum, der diesen Belastungen standhält. Er soll besonders fest sein sowie schnell und zuverlässig aushärten. Darüber hinaus soll er nach kurzer Zeit formstabil, das heißt spreizfrei sein. Hier erfahren Sie, wie Sie mit Zargenschaum arbeiten und worauf Sie achten müssen.

Welcher Montageschaum eignet sich für Türzargen?

Damit die Tür über Jahre zuverlässig sitzt, soll der Schaum besonders fest sein. Woran können Sie einen festen Schaum erkennen? Ein Blick ins Produktdatenblatt hilft weiter. Darüber gibt die Rohdichte des gewählten PU-Schaums Auskunft. Bei einem festen Schaum sollte die Rohdichte zwischen 25 und 30 kg/m³ betragen. In der Regel ist Zargenschaum ein 2-K-PU-Schaum, der keine Luftfeuchtigkeit benötigt, um auszuhärten. Stattdessen enthält die Dose eine zweite Härterkomponente, die Sie vor Gebrauch aktivieren müssen. Dadurch härtet er besonders schnell aus. Außerdem ist dieser Schaum fester als die herkömmlichen 1-K-Schäume, die mit der Umgebungsfeuchte reagieren müssen, um fest zu werden.

Was bedeutet Entspreizbarkeit?

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Für die Montage ist außerdem die Entspreizbarkeit wichtig. Damit der PU-Schaum nicht den Türrahmen eindrückt, während er aushärtet und expandiert, muss dieser mit Spreizen am Platz gehalten werden. Die Entspreizbarkeit gibt an, nach wie viel Minuten diese Abstandhalter problemlos entfernt werden können. Das sollte nach etwa einer halben Stunde der Fall sein, nach rund vier Stunden ist er voll belastbar. Um die Werte des verwendeten PU-Schaums zu checken, schauen Sie auf die Verpackung oder besser noch in das Produktdatenblatt. Hier sind alle Zeiten und Daten angegeben.

Wie lange muss Zargenschaum trocknen?

Die Vorteile von 2-K-Schaum liegen darin, dass er schnell und kontrolliert aushärtet. Kurze Aushärtungszeiten sorgen dafür, dass Sie schnell weiterarbeiten können. Idealerweise ist ein Zargenschaum bereits nach fünf bis acht Minuten klebfrei und nach acht bis zwölf Minuten, können Sie ihn anschneiden.

Allerdings heißt das nicht, dass Sie nach einer viertel Stunde die Tür fix und fertig montiert haben. Damit der Schaum richtig aushärtet und die Tür auch genau an dem Platz bleibt, wo sie sein soll, muss der Zargenschaum noch etwa eine halbe Stunde trocknen. Erst danach sollten Sie die Türspreizen entfernen, mit denen Sie den Türrahmen fixiert haben.

Abhängig vom Gewicht des Türblatts können Sie die Tür nach rund zwei bis drei Stunden einsetzen. Dann ist der Schaum für das Gewicht belastbar. Bei besonders schweren Türen, zum Beispiel Schallschutztüren, ist es ratsam hier etwas mehr Zeit einzuplanen.“ Die genauen Zeiten für Ihren Schaum finden Sie in den Herstellerangaben.

So montieren Sie Innentüren mit Zargenschaum

Wenn Sie eine Tür montieren, reicht es, rund 20 bis 30 Prozent der aufrechten Zargenfläche zu verkleben. Dazu bringen Sie den Zargenschaum punktuell an sechs bis acht Stellen des Türrahmens an, am besten auf der Höhe der Scharniere. Hier gehören auch die Spreizen hin. Bei Innentüren brauchen Sie keine zusätzliche Befestigung.

Der Untergrund des Türrahmens sollte fest, sauber, staub- und fettfrei sein, damit der Montageschaum gut haftet. Der Schaum hält auf fast allen üblichen Untergründen wie Holz, Beton, Ziegelstein, Metall oder Aluminium. Einschränkungen gibt es bei Gips, Glas und Keramik. Auf Polyethylen, Polypropylen, Silikon und auf verölten Untergründen hält PU-Schaum nicht.

Wie viel Montageschaum brauchen Sie pro Türzarge?

Bleibt noch die Frage, wie viel Dosen Zargenschaum Sie pro Tür benötigen. Wer die Zarge punktuell an den Scharnieren und auf der Höhe des Türschlosses mit PU-Schaum befestigt, sollte mit einer 400 Milliliter Dose zwei bis drei Türen einsetzen können. Wenn Sie sich entscheiden, aus Gründen des Schallschutzes die gesamte Zarge einzuschäumen, benötigen Sie eine Dose pro Tür. Alternativ können Sie dann auch einen etwas preiswerteren Pistolenschaum einsetzen.

So arbeiten Sie mit Zargenschaum – Neun wichtige Tipps

  1. Bei der Arbeit Schutzbrille und Schutzhandschuhe tragen, damit Haut und Augen vor eventuellen PU-Schaum-Spritzern geschützt sind.

  2. Sorgen Sie für eine gute Belüftung.

  3. Deckel entfernen und je nach Produkt den mitgelieferten Adapter oder die PU-Schaumpistole aufschrauben.

  4. Zum Aktivieren der Härterkomponente den Teller bzw. Drehflügel am Dosenboden ca. sechsmal in Pfeilrichtung drehen. Entscheidend sind die Herstellerangaben.

  5. Dose vor Gebrauch kräftig (ca. 30-mal) mit Ventil nach unten schütteln, damit sich der Zargenschaum und sein Härter gut mischen. Das ist wichtig, weil die Schaumqualität von der Durchmischung beider Stoffe abhängt.

  6. Dose mit Ventil nach unten halten und sofort Schaum ausbringen. Durch Hebeldruck können Sie die Schaummenge regulieren.

  7. Wenn der Schaum eine ungleichmäßige Farbe aufweist, dann nochmal die Dose kräftig schütteln.

  8. Verarbeiten Sie die Dose innerhalb ca. 8 bis 10 Minuten! Danach härtet der Schaum in der Dose.

  9. Nach Gebrauch gehört die Dose zum stofflichen Recycling.
Zargenschaum, Tipps

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