Brunnenschaum

Brunnenschaum

Wasserdichte Verklebungen mit PU-Schaum

Brunnen, Zisternen, Wasserleitungen, Abwasserrohre. Brunnenschaum wurde speziell für die wasserdichte Verklebung von Betonringen und Brunnenschächten entwickelt. Zudem ist er für das Setzen von Schachtringen, Kanalschächten und den Aufbau von Hauskläranlagen geeignet. Doch wie setzt man ihn richtig ein?

Gegenüber verdünnten Laugen und Säuren beständig

Der Spezialschaum entspricht den üblichen Anforderungen im Tiefbau. Dank seiner speziellen Zusammensetzung ist er gegenüber verdünnten Laugen und Säuren beständig. Auch Bakterien und Fäkalien können ihm nichts anhaben. Das schützt entweder Frischwasser vor Verunreinigungen oder hält das Abwasser und seine Inhaltsstoffe dort, wo sie hingehören: im Abwasserrohr.

Allerdings ist ausgehärteter PU-Schaum immer gemischt geschlossen- und offenzellig. Deswegen ist er nicht vollständig wasserdicht, sondern nur wasserfest. Seine Wasseraufnahme liegt unter einem Prozent. Das heißt: Bauschaum löst sich auch bei ständiger Wassereinwirkung nicht auf.

Gegenüber Spritzwasser beständig

Damit kann er eine gewisse Zeit Wasser standhalten, auch Spritzwasser macht ihm nichts aus, doch regelmäßig einwirkendes Druckwasser dringt in die Zellkammern des Schaums ein. Das ist einer der Gründe dafür, dass Fensterfugen weiter abgedichtet werden müssen.

Am besten unter Druck: So wird PU-Schaum wasserdicht

Brunnenschaum, Abdichten von Brunnen

Und wie funktioniert dann Brunnenschaum, der für die Abdichtung von Brunnenschachtringen angeboten wird? Hier sorgt das Gewicht der eingesetzten Schachtringe dafür, dass der Schaum so zusammengedrückt und verdichtet wird, dass eine Wasseraufnahme einfach nicht mehr möglich ist.

Der physikalische Druck entscheidet

Seine wasserabweisende Wirkung verdankt Brunnenschaum also nicht seinen chemischen Eigenschaften, sondern dem physikalischen Druck durch die Setzringe.

Brunnenschaum haftet auf fast allen Materialien und ist deswegen universell einsetzbar. Nur auf glatten Stoffen wie PE oder PP klebt er nicht. Moderne Brunnenschäume auf Polyurethan-Basis entwickeln oft erst durch die ständige „Flutung“ ihre höchste Widerstandskraft. In der Regel sind sie bis zu einem Wasserdruck von 0,5 bar wasserdicht.

Schützen Sie Brunnenschaum vor Licht

PU-Schaum ist verrottungs- und fäulnisfest.

Allerdings ist Brunnenschaum wie auch jeder andere PU-Schaum nicht lichtbeständig. Das heißt: Oberhalb des Erdreichs sollte er gegen UV Strahlung geschützt werden. Sie können ihn überstreichen oder abdichten. Dazu eignen sich beispielsweise Silicone, Polyurethane, Acryl oder MSPolymer. 

Einfach zu handhaben

Mit Brunnenschaum zu arbeiten, ist so einfach wie mit anderen PU-Schäumen. Es gelten die üblichen Verarbeitungshinweise. Schrauben Sie die PU-Schaumpistole oder das Adapterröhrchen auf. Schütteln Sie die Dose ca. 30mal kräftig. Dabei sollten Sie den Dosenkopf nach unten halten. So vermischt sich der Doseninhalt gut. Das verbessert die Schaumqualität.

Dann spritzen Sie den Schaum möglichst gleichmäßig in die abzudichtende Fuge oder auf den Schachtring. Nach dem Ausschäumen quillt der Brunnenschaum noch etwas nach.

Der nächste Schachtring sollte innerhalb von wenigen Minuten aufgesetzt werden. Über die genaue Zeitspanne informiert das Produktdatenblatt. Generell gilt jedoch: Je frischer der PU-Schaum, desto besser!

Reicht die Feuchtigkeit?

Bis er wasserdicht und voll belastbar ist, muss der Brunnenschaum je nach verwendetem Produkt zwischen 6 und 20 Stunden aushärten. In dieser Zeit dehnt er sich noch weiter aus. Das füllt auch kleine Hohlräume und Undichtigkeiten aus. Danach bleibt der Schaum formstabil und ändert sein Volumen nicht mehr.

PU-Schaum braucht für die Aushärtung Feuchtigkeit.

Deswegen empfehlen einige Hersteller, die Fuge vor dem Ausbringen mit Wasser zu besprühen. Nach der Aushärtung können Sie größere überstehende PU-Schaum-Reste mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Bei Bedarf dichten Sie diese Schnittstellen nochmals mit Silikon ab.

Tipp: Achten Sie auf die Verarbeitungstemperatur

Für die Arbeit mit PU-Schaum sollte auch die Temperatur stimmen. Sie sollte auf der Haftfläche zwischen 5 und 35 Grad Celsius liegen.

Die PU-Schaumdose selbst darf eine Temperatur zwischen 5 und 25 Grad Celsius haben. Sollte die Dose zu warm oder zu kalt geworden sein, können Sie diese langsam mit kaltem bzw. warmem Wasser auf die optimale Betriebstemperatur von ca. 15 Grad Celsius bringen.

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