FAQ PU Schaum

Die Top Fragen zu PU-Schaum

Ein Schlauchboot mit PU-Schaum ausschäumen? Mäuse mit Bauschaum fernhalten? Oder ein Wohnmobil dämmen?

So ungewöhnlich diese Fragen klingen – sie wurden uns tatsächlich gestellt und haben uns teilweise selbst überrascht. Jedes Jahr erreichen uns im PU-Schaum-Infocenter Anfragen von Heimwerkern und Profis. Daraus haben wir die neun häufigsten Fragen ausgewählt und beantwortet.

Ihre Frage ist nicht dabei? Weiter unten finden Sie viele weitere FAQ sowie ausführliche Informationen rund um die Verarbeitung und Anwendung von PU-Schaum.

Davon raten wir eher ab. PU-Schaum härtet in solchen geschlossenen Hohlräumen oft nicht gleichmäßig aus, weil dort häufig zu wenig Luftfeuchtigkeit für eine gleichmäßige Aushärtung vorhanden ist. Gleichzeitig lässt sich der Schaum in solchen Konstruktionen nur schwer kontrolliert verteilen. Dadurch können Verformungen, Beulen und ein unsauberes Erscheinungsbild entstehen.

Normaler PU-Schaum kann zunächst helfen, Öffnungen und Fugen zu verschließen. Dauerhaft nager- oder insektensicher ist er allein jedoch nicht. Für einen langfristigen Schutz gegen Nager sind zusätzliche mechanische Barrieren wie Gitter oder Bleche das Mittel der Wahl. Bei Mauselöchern hilft auch Stahlwolle gut.

Einfache Abhilfe versprechen Spezialschäume, die durch zugesetzte Geruchsstoffe den Nagern den Appetit verderben.

Bereits ausgehärtetem PU-Schaum machen Hitze und eisige Kälte wenig aus. Je nach Produkt hält er häufig Temperaturen bis etwa –40 °C sowie über +80 °C aus.

Für die Verarbeitung gelten andere Temperaturgrenzen als für bereits ausgehärteten PU-Schaum. Normaler PU-Schaum sollte in der Regel nicht unter etwa +5 °C verarbeitet werden. Nach oben liegt der optimale Verarbeitungsbereich meist bei ungefähr +25 bis +30 °C. Details für das von Ihnen verwendete Produkt finden Sie im jeweiligen Produktdatenblatt des Herstellers. Außerhalb dieser angegebenen Temperaturen kann sich das Schäum- und Aushärtungsverhalten deutlich verändern.

Für niedrigere Temperaturen gibt es spezielle Winterschäume. Diese können häufig bis etwa –10 °C verarbeitet werden. Für Länder mit sehr kalten Wintern gibt es teilweise auch Spezialschäume, die für die Verarbeitung bis etwa –20 °C ausgelegt sind.

Wichtig: Die Temperaturgrenzen für die Verarbeitung gelten nicht automatisch für den fertig ausgehärteten Schaum.

PU-Schaum kann Bauteile in bestimmten Anwendungen fixieren, dämmen oder Hohlräume ausfüllen. Ein klassisches Beispiel dafür ist die Montage von Innentüren. Für tragende oder statisch relevante Aufgaben ist PU-Schaum jedoch in der Regel nicht geeignet.

Das gilt zum Beispiel für das Verstärken von Balken, das Stabilisieren tragender Konstruktionen oder das dauerhafte Aufnehmen größerer Lasten. Auch wenn ausgehärteter PU-Schaum je nach Produkt recht fest wirken kann, ersetzt er keine dafür vorgesehenen Baustoffe oder Befestigungssysteme.

Für statisch relevante Anwendungen sollte deshalb immer eine geeignete konstruktive Lösung gewählt werden.

Nein. Vergilbter PU-Schaum gilt nicht als gesundheitsschädlich. Die Vergilbung entsteht vor allem durch UV-Licht bzw. Sonneneinstrahlung und ist zunächst vor allem eine optische Veränderung.

Wird PU-Schaum über sehr lange Zeit ungeschützt dem Licht ausgesetzt, kann die Oberfläche mit der Zeit spröde werden und sich langsam zersetzen. Deshalb sollte freiliegender PU-Schaum dauerhaft vor UV-Strahlung geschützt werden, zum Beispiel durch Putz, Farbe oder Abdeckungen. Die Vergilbung selbst ist jedoch kein Hinweis darauf, dass der Schaum plötzlich gesundheitsschädlich geworden ist.

PU-Schaum kann in Fahrzeugen grundsätzlich eingesetzt werden, zum Beispiel zur Dämmung oder zur Fixierung bestimmter Bauteile wie Duschwannen. Wichtig ist dabei, dass Fahrzeuge während der Fahrt Erschütterungen und Bewegungen ausgesetzt sind. Deshalb sollte möglichst ein flexibler PU-Schaum verwendet werden, der diese Belastungen dauerhaft mitmacht, ohne zu reißen.

Ob ein Schaum flexibel ist, erkennt man häufig bereits am Produktnamen. Begriffe wie „flexibel“ oder „elastisch“ geben einen Hinweis. Alternativ lohnt sich ein Blick ins Produktdatenblatt. Die Flexibilität wird in Prozent beschrieben: Je höher dieser Wert ist, desto flexibler ist der Schaum.
Mehr Details dazu finden Sie unter folgendem Link:
https://www.pu-schaum.center/pu-schaumarten/qualitaet-bauschaum#c8259

Vorsicht ist dagegen beim Ausschäumen größerer Hohlräume in Karosserien oder Wandaufbauten geboten – etwa in Wohnmobilen, Kastenwagen oder Wohnwagen. Dort kann sich Feuchtigkeit sammeln. Werden solche Bereiche ausgeschäumt, kann eingeschlossene Feuchtigkeit die Korrosion begünstigen. Außerdem sind spätere Reparaturen deutlich schwieriger.

Wer ein Fahrzeug dämmen möchte, sollte deshalb genau prüfen, welche Anforderungen erfüllt werden müssen: Dämmwirkung, Feuchtigkeit, Gewicht, Reparaturfähigkeit und Bewegungen während der Fahrt spielen eine wichtige Rolle. Für größere Flächen können Dämmplatten oder andere Dämmstoffe unter Umständen die bessere Lösung sein.

Für die dauerhafte Abdichtung von Leckagen ist PU-Schaum meist nicht geeignet. Das gilt zum Beispiel für undichte Wasser- oder Heizungsrohre, Leckagen an Gebäuden oder andere Stellen, an denen dauerhaft Wasser eindringt oder Druck auf die Abdichtung wirkt.

Der Grund: PU-Schaum ist in solchen Anwendungen nicht dauerhaft belastbar genug. Wasser, Feuchtigkeit oder Druck können dazu führen, dass die Abdichtung mit der Zeit versagt.

PU-Schaum kann zwar Hohlräume füllen oder Fugen verschließen. Für die Reparatur echter Leckagen oder dauerhaft dichter Verbindungen sind jedoch meist andere Lösungen besser geeignet.

Grundsätzlich ja. Für viele Dämmplatten gibt es spezielle PU-Klebeschäume, die zum Kleben und Dämmen entwickelt wurden. Sie werden unter anderem bei Fassaden, Kellerdecken oder Garagendecken eingesetzt.

Wichtig ist allerdings, auf den passenden Untergrund, das Gewicht der Dämmplatten sowie mögliche Herstellervorgaben oder Systemzulassungen zu achten. Je nach Anwendung können zusätzliche Befestigungen sinnvoll oder vorgeschrieben sein.

Wer Dämmplatten mit PU-Schaum befestigen möchte, sollte sich vorab informieren, welche Lösung für die eigene Anwendung geeignet ist. Weitere Informationen finden Sie hier:
PU-Klebeschaum zum Kleben und Dämmen
Fassadenaußendämmung mit PU-Schaumkleber verkleben

Davon raten wir eher ab. PU-Schaum härtet in solchen geschlossenen Hohlräumen oft nicht gleichmäßig aus, weil dort häufig zu wenig Luftfeuchtigkeit für eine gleichmäßige Aushärtung vorhanden ist. Gleichzeitig lässt sich der Schaum in solchen Konstruktionen nur schwer kontrolliert verteilen. Dadurch können Verformungen, Beulen und ein unsauberes Erscheinungsbild entstehen.


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