Schaumarten, Winterschaum, PU Schaum

Winterschaum – der Bauschaum für Kälte

Was können Sie tun, wenn die Temperatur auf der Baustelle unter 5 Grad Celsius sinkt und der handelsübliche Bauschaum nicht mehr optimal funktioniert? Die Lösung für kaltes Wetter heißt Winterschaum.

Funktioniert bis minus 10 Grad Celsius

Dieser Spezialschaum ist für Temperaturen bis minus 10 Grad Celsius ausgelegt und lässt sich problemlos auf Winterbaustellen benutzen. Winterschäume bleiben auch bei tieferen Temperaturen flexibel und verspröden nicht wie PU-Schäume, die in der wärmeren Jahreszeit zum Einsatz kommen.

Durch die geringere Luftfeuchtigkeit bei tieferen Temperaturen benötigen Schäume eine längere Aushärtungszeit. Das kann bei Sommerschäumen zu einer gröberen Schaumstruktur und schlechteren Dämmwerten führen. Winterschäume sind auf diese Bedingungen optimiert und behalten ihre Eigenschaften in der Kälte bei.

In Ländern mit sehr kalten Wintern bieten die Hersteller auch Bauschaum an, der bis zu minus 20 Grad verträgt.

Tipp: Achten Sie auch bei Winterschaum auf die Dosentemperatur

Allerdings sollten Sie wie bei jedem anderen PU-Schaum auch bei Winterschaum darauf achten, dass die Dosen selbst bei der Verarbeitung eine Eigentemperatur von mindestens 5 Grad Celsius haben. Sonst wird der flüssige Schaum in der Dose zu zäh und kann nicht mehr richtig ausgebracht werden.

Ausgehärtet ist Bauschaum unempfindlich gegen Minustemperaturen

Winterschaum, Kälteunempfindlich

Ist der Bauschaum einmal ausgehärtet, ist er übrigens kälteunempfindlich und bis zu minus 40 Grad Celsius temperaturbeständig. Das gilt auch für den „normalen“ Bauschaum, mit dem Sie im Sommer arbeiten.

Und warum funktioniert der „normale“ Schaum nicht bei Winterwetter? Bei Kälte sinkt die zur Aushärtung notwendige Luftfeuchtigkeit und die chemischen Reaktionen verlangsamen sich. Der Schaum kann deswegen nicht richtig aushärten. Er kann spröde und brüchig werden und eine pulverartige Schaumstruktur bilden.

Hinzu kommt, dass das PU-Prepolymer in der Dose umso zäher ist, je kälter die Temperatur der Dose ist. Deswegen kommt der Schaum nicht mehr so gut durch das Dosenventil.

Was tun, wenn kein Winterschaum zur Hand ist ...

und eine normale PU-Schaumdose ihren Dienst tun muss? In diesem Fall kann man die Dose vorsichtig erwärmen, zum Beispiel in einem warmen Wasserbad. Allerdings sollte man hierbei sehr vorsichtig sein, damit sich das in der Dose befindliche Druckgas nicht zu schnell ausdehnt. Wird die Dose zu schnell erhitzt, besteht Explosionsgefahr. Also auf gar keinen Fall die Bauschaumdosen in heißes Wasser (über 50 °C) legen oder gar mit einer Flamme erhitzen!

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